Geführte Motorradreise im indischen Himalaja (Garhwal & Kumaon)
Die Route verbindet die spirituell geprägte Region Garhwal mit den ruhigeren, landschaftlich vielfältigen Gebieten Kumaons.
Wir fahren durch tiefe Flusstäler, folgen Pilgerrouten zu heiligen Orten und erreichen immer wieder aussichtsreiche Bergstraßen mit Blick auf die Hochgebirgsketten.
Abseits der bekannten Routen erleben wir einen ursprünglichen Teil Nordindiens mit kleinen Dörfern und dichter Natur.
Abschnitte mit Schlaglöchern, Baustellen oder losem Untergrund sind möglich.
Schmale, kurvenreiche Bergstraßen prägen große Teile der Strecke.
Es ist angenehm warm in den Tälern, in höheren Lagen deutlich kühler.
In den Bergen kann das Wetter schnell wechseln.
Mit vereinzelten Regenschauern muss gerechnet werden, insgesamt jedoch meist gute Reisebedingungen.
Geeignet für alle, die den Himalaja erleben möchten, ohne in extreme Höhen vorzustoßen, und Indien abseits der klassischen Routen kennenlernen wollen.
Die Kombination aus kurvenreichen Straßen, wechselnden Untergründen und teils längeren Etappen erfordert Fahrpraxis und Ausdauer.
Streckenverlauf
1. Tag: Anreise
Willkommen in Indien! Ihr erreicht Indien mitten in der Nacht zum morgigen Tag. Am Flughafen werdet ihr herzlich empfangen und zum Hotel gebracht – Zeit zum Durchatmen nach dem langen Flug. Die pulsierende Metropole schläft nie, doch ihr startet entspannt, mit einem ersten Hauch indischer Atmosphäre.
2. Tag: Transfer Delhi - Rishikesh
Nach dem Frühstück beginnt eure Reise – noch nicht auf dem Motorrad, aber bereits intensiv. Ein privater Transfer bringt euch in rund sechs Stunden nach Rishikesh, dem Tor zum Himalaya. Schon unterwegs spürt ihr das indische Leben in voller Wucht: bunte Trucks, lärmende Städte, fliegende Händler, Kühe auf der Straße. Und dann – plötzlich – Ruhe. Rishikesh liegt am Ganges, umgeben von sanften Hügeln, bekannt für Ashrams, Yogazentren und eine tief spirituelle Energie. Hier taucht ihr ein in die besondere Atmosphäre dieses Ortes, der einst sogar die Beatles verzauberte.
3. Tag: Rishikesh - die Stadt der Ashrams
Heute bleibt das Motorrad noch stehen – und das ist gut so. Ihr habt den ganzen Tag Zeit, die Stadt der Ashrams zu erkunden: spirituelle Gespräche am Ganges, kleine Cafés, bunte Märkte, ruhige Plätze zur Meditation oder einfach zum Schauen und Staunen. Vielleicht besucht ihr einen Yoga-Kurs oder lasst euch durch die Altstadt treiben. Am Abend wird es magisch: Wenn möglich, erlebt ihr die Ganga Aarti – ein traditionelles Feuerritual direkt am Flussufer. Ein Moment, den man so schnell nicht vergisst.
4. Tag: Rishikesh - Mussoorie / ca. 80 km
Heute startet eure Motorradreise richtig – und zwar mit einer grandiosen Bergstrecke. Von den Ganges-Ufern in Rishikesh geht es auf kurvenreichen Straßen stetig bergauf nach Mussoorie, einer der bekanntesten Hillstations Nordindiens. Unterwegs öffnen sich spektakuläre Ausblicke ins Tal, und der Fahrtwind trägt den Duft von Pinien und feuchtem Waldboden mit sich. In Mussoorie erwarten euch koloniale Architektur, kleine Cafés und die berühmte Mall Road – ein Ort, der koloniale Nostalgie mit indischer Lebendigkeit verbindet.
5. Tag: Mussoorie - Uttarkashi / ca. 120 km
Die Straße schlängelt sich durch tiefe Täler und grüne Berghänge. Ihr durchquert abgelegene Dörfer, in denen die Zeit langsamer zu ticken scheint, und passiert urige Teestuben, in denen ein kurzer Halt zum Erlebnis wird. Die Fahrt ist kurvig, teils steil, und immer wieder öffnet sich der Blick auf die dramatische Landschaft Garhwals. Uttarkashi, euer Ziel, liegt am Ufer des Bhagirathi-Flusses und ist bekannt für seine Tempel und als Basis für Pilger auf dem Weg nach Gangotri.
6. Tag: Uttarkashi – unterwegs Richtung Gangotri / ca. 100 km
Heute lassen wir das Gepäck im Hotel und folgen dem Bhagirathi flussaufwärts in Richtung Gangotri. Schon die Fahrt durch das immer enger werdende Tal und die Bergwelt des Himalaja ist landschaftlich ausgesprochen reizvoll und macht diesen Tag unabhängig vom erreichten Ziel zu einem Erlebnis.
In der Regel fahren wir bis Gangnani, das für seine heißen Quellen bekannt ist. Wenn Straßen- und Verkehrsverhältnisse es zulassen und genügend Zeit bleibt, können wir die Tour spontan bis Gangotri verlängern. Vielleicht fahren wir aber auch nur ein Stück über Gangnani hinaus und kehren um, sobald die fortgeschrittene Zeit es sinnvoll erscheinen lässt.
Wie weit wir an diesem Tag kommen, entscheiden wir deshalb unterwegs. Wichtig ist uns, rechtzeitig bei Tageslicht wieder in Uttarkashi zu sein – Nachtfahrten auf den Bergstraßen vermeiden wir aus Sicherheitsgründen grundsätzlich.
Die gesamte Strecke nach Gangotri und zurück würde etwa 190 km betragen.
7. Tag: Uttarkashi - Tilwara / ca. 160 km
Die Strecke ist anspruchsvoll, aber unvergesslich: Ihr folgt teils unbefestigten Nebenstraßen, überquert kleine Brücken, schlängelt euch durch Wälder und abgelegene Hügellandschaften. Die Szenerie wechselt zwischen wilder Natur und kultivierten Feldern. Immer wieder laden Bergpanoramen und schroffe Schluchten zum Staunen ein. Tilwara liegt ruhig am Mandakini-Fluss – ein Ort zum Durchatmen und Entspannen.
8. Tag: Tilwara - Joshimath / ca. 120 km
Ein Fahrtag voller Kontraste: Von tiefen Tälern geht es hinein in die hochalpine Welt Garhwals. Ihr passiert üppig grüne Terrassenfelder, gewundene Flusstäler und abgelegene Hirtendörfer. Die Straßen sind gut ausgebaut, doch immer wieder fordern euch enge Serpentinen und steile Anstiege. In Joshimath, am Fuße der heiligen Berge gelegen, mischt sich spirituelle Atmosphäre mit atemberaubender Natur – ein idealer Ort, um die Erlebnisse des Tages sacken zu lassen.
9. Tag: Tagesausflug nach Badrinath / ca. 110 km
Badrinath ist einer der heiligsten Orte des Hinduismus – ein Tempelort mit intensiver spiritueller Energie. Die Fahrt dorthin führt durch spektakuläre Berglandschaften und enge Täler. In der Stadt selbst erwartet euch ein lebendiges Mosaik aus Mönchen, Pilgern und kleinen Geschäften. Der bunte Tempel, die dampfenden Thermalquellen und das ständig flackernde Butterlicht machen diesen Ausflug zu einem tief bewegenden Erlebnis.
10. Tag: Hoch hinauf Tagesausflug nach Auli / ca. 30 km
Ein kurzer, aber steiler Ritt bringt euch nach Auli – einem bekannten Wintersportort auf über 3.000 m Höhe. Hier eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf den Nanda Devi und andere Himalaya-Giganten. Ihr verbringt den Vormittag inmitten dieser imposanten Szenerie, bevor es am Nachmittag zurück nach Joshimath geht. Der Kontrast zwischen der kargen Hochgebirgslandschaft und dem bunten Leben im Tal macht diesen Tag zu einem echten Höhepunkt.
11. Tag: Joshimath - Gairsain / ca. 135 km
Weiter geht es in Richtung Kumaon – über kleine Bergstraßen und durch stille Dörfer hinein in eine Region, die vielen Reisenden bislang verborgen blieb. Euer Tagesziel, Gairsain (auch Bhararisain genannt), ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch politisch bedeutend: Es ist die Sommerhauptstadt des Bundesstaates Uttarakhand. Ihr spürt hier einen ganz anderen Rhythmus als im touristischen Süden – entspannt, ländlich, authentisch.
12. Tag: Gairsain - Almora / ca. 115 km
Die heutige Etappe führt euch weiter nach Osten, in die historische Stadt Almora – ein echtes Zentrum des Kumaon. Almora liegt spektakulär auf einem Bergrücken mit Blick auf die umliegenden Himalaya-Gipfel. Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Kultur, lokale Handwerkskunst und ihre unverwechselbare Küche. Nach eurer Ankunft bleibt Zeit, durch die Altstadt zu schlendern und das besondere Flair dieses Ortes auf euch wirken zu lassen.
13. Tag: Kausani – Kurven, Tee und große Himalajablicke / ca. 110 km
Heute bleibt das Gepäck im Hotel und wir haben einen ganzen Tag für die kleinen Bergstraßen Kumaons. Unser erstes Ziel ist Kausani, doch mindestens ebenso wichtig wie das Ziel ist der Weg dorthin. Die abwechslungsreiche Strecke führt durch Wälder, kleine Dörfer und die grüne Berglandschaft des mittleren Himalaja.
Kausani liegt auf einem Bergrücken und ist bekannt für seine Teeplantagen und die weiten Ausblicke auf die Gipfel des Himalaja. Wir besuchen eine Teeplantage und den Anashakti Ashram, einen stillen Ort, an dem schon Mahatma Gandhi einige Zeit verbrachte und der bis heute der Meditation und dem Yoga verbunden ist.
Wenn Zeit und Straßenverhältnisse es zulassen, fahren wir von Kausani aus weiter und machen aus dem Tagesausflug eine große Rundtour durch Kumaon. Da wir diesen Streckenabschnitt noch nicht selbst gefahren sind, entscheiden wir vor Ort, wie weit wir der Route folgen. Sollte sich die Strecke als zu langsam oder schwierig erweisen, kehren wir rechtzeitig um und fahren auf bekanntem Weg nach Almora zurück.
So oder so erwartet uns ein lohnender Motorradtagesausflug: kurvenreiche Bergstraßen, viel Landschaft und genügend Zeit, unterwegs anzuhalten und Kumaon abseits der großen Verkehrswege zu erleben.
Die komplette Rundtour über Kausani würde etwa 160 km betragen.
14. Tag: Almora - Nainital / ca. 70 km
Ein entspannter Fahrtag bringt euch in das beliebte Bergstädtchen Nainital, das rund um einen smaragdgrünen See liegt. Schon die Anfahrt bietet fantastische Ausblicke auf terrassierte Hänge, Pinienwälder und schimmernde Bergseen. In Nainital angekommen, lädt der See zum Bootfahren ein, und die kolonial geprägte Promenade zum Flanieren. Hier vermischen sich indische Urlaubsstimmung und Bergidylle auf ganz eigene Weise.
15. Tag: Nainital - Ramnagar (Jim Corbett) / ca. 120 km
Ihr fahrt zunächst zum Bhimtal-See, dem größten See der Region. Nach einer kurzen Pause geht es weiter Richtung Süden – durch immer dichter werdende Wälder bis zum Corbett-Nationalpark. Am späten Nachmittag erreicht ihr Ramnagar, das Tor zum ältesten Nationalpark Indiens – benannt nach dem legendären Tigerjäger und Naturschützer Jim Corbett.
16. Tag: Corbett, National Park
Ein Tag für Wildnis pur. Der Corbett-Nationalpark ist Heimat von Elefanten, Hirschen, Krokodilen, Leoparden und natürlich dem berühmten Bengalischen Tiger. Mit etwas Glück seht ihr die „großen Fünf“ Indiens aus nächster Nähe – ein intensives Naturerlebnis, das lange nachwirkt.
17. Tag: Ramnagar - Haridwar / ca. 160 km
Nach all den Höhen, Wäldern und Wildtieren bringt euch dieser Fahrtag zurück in die spirituelle Welt Garhwals. Ihr folgt dem Verlauf des Ganges talwärts nach Haridwar – einem der heiligsten Orte Indiens. Abends, wenn sich die Sonne senkt, wird es magisch: Tausende Pilger versammeln sich an den Ghats zum berühmten Ganga Aarti. Ein Meer aus Lichtern, Gesängen und Räucherstäbchen erfüllt die Luft – ein intensiver Abschied von Uttarakhand.
18. Tag: Haridwar - Delhi - (Agra)
Nach dem Frühstück startet die Rückreise: Je nach Verfügbarkeit geht’s im Auto oder mit dem Zug nach Delhi – oder für manche von euch noch weiter nach Agra. Wer sich für die Taj Mahal-Variante entschieden hat, erreicht die Stadt am Abend und hat Gelegenheit, sich schon einmal auf das große Finale am nächsten Morgen einzustimmen.
19. Tag: Rückflug oder Besuch des Taj Mahals
Heute, meist sehr früh am Morgen, geht der reguläre Flug zurück in die Heimat.
Wer den Besuch des Tah Mahals gebucht hat, steht frühmorgens vor einem der schönsten Bauwerke der Welt: dem Taj Mahal, im ersten Licht des Tages fast überirdisch schön. Wer möchte, besucht danach noch das Rote Fort von Agra – bevor es zurück nach Delhi und zum Flughafen geht.
In der Nacht, meist für morgens am nächsten Tag, geht Euer Flug zurück in die Heimat./p>
Streckenkarte
Tour-Infos & Leistungen
- Gesamtstrecke ca. 1.430 km
- 14 Fahrtage
- 19 x Übernachtung im Hotel
- 18 x Frühstück
- 18 x Abendessen
- Besuch des Taj Mahals (Option)
- Royal Enfield Classic 500cc (im Reisepreis enthalten)
- Royal Enfield Himalayan 411 (Option)
- Bajaj Avenger (Option)
- Royal Enfield Himalayan 450 (Option)
- Betriebsstoffe (Benzin/Öl)
- Service-Fahrzeug
- Mechaniker-Service
- Tourguide auf dem Motorrad
- Flughafentransfer: in Indien
- Sonstiger Transfer: per Auto von Delhi nach Rishikesh und mit dem Zug von Haridwar nach Delhi
- min: 4 - max: 12 FahrerInnen
Termine & Preise
08.05.2027 - 26.05.2027
- FahrerIn: 3.450,00 €
- BeifahrerIn: 2.850,00 €
- EZ-Zuschlag: 450,00 €
- Royal Enfield Himalayan 411: 205,00 €
- Bajaj Avenger: 0,00 €
- Royal Enfield Himalayan 450: 275,00 €
- Besuch des Taj Mahals
DZ: 225,00 € / EZ: 250,00 €
Durchführung gesichert
18.09.2027 - 06.10.2027
- FahrerIn: 3.300,00 €
- BeifahrerIn: 2.800,00 €
- EZ-Zuschlag: 450,00 €
- Royal Enfield Himalayan 411: 195,00 €
- Bajaj Avenger: 0,00 €
- Royal Enfield Himalayan 450: 260,00 €
- Besuch des Taj Mahals
DZ: 225,00 € / EZ: 250,00 €
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